SEA & KI: Wie sich Suchmarketing verändert

von Julia Hoogland    Januar 26, 2026    Lesezeit: 5 Min.

Zusammenfassung

Suchmaschinenmarketing findet nicht mehr ausschließlich in Google statt. Mit dem Aufkommen von KI-Suchmaschinen wie ChatGPT oder Gemini verschiebt sich der Einstieg in die Customer Journey. Klassisches SEA bleibt relevant – vor allem am Ende der Entscheidungskette. Gleichzeitig entstehen neue Touchpoints in generativen Antworten und dialogbasierten Interfaces.

Wie sich Suchmaschinenmarketing im Zeitalter von KI-Suchmaschinen verändert

Suchmaschinenmarketing steht vor seinem größten Wandel seit der Einführung von Google Ads.

Nicht, weil SEA verschwindet – sondern weil es nicht mehr der einzige Ort ist, an dem Suche stattfindet. Menschen suchen weiterhin nach Informationen, Produkten und Lösungen. Aber sie tun es anders.

Der Interface-Wandel: Vom Suchen zum Finden
Die klassische Suchmaschine mit Linklisten verliert ihre Exklusivität als Einstiegspunkt in die Customer Journey. Stattdessen übernehmen KI-basierte Suchsysteme zunehmend die Rolle des ersten Entscheidungshelfers.

Was sich konkret verändert:

  • Nutzer stellen ihre Fragen direkt an KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Gemini
  • Antworten werden zusammengefasst, priorisiert und bewertet
  • Der Klick auf einzelne Websites wird oft erst nachgelagert relevant

Die Suche verschiebt sich damit von Navigation zu Orientierung und von Informationssammlung zu Entscheidungsvorbereitung.


Was bedeutet das für SEA?

Klassisches SEA verliert nicht an Relevanz – aber an Alleinstellung.
Search Ads bleiben besonders stark:

  • bei transaktionalen Suchen
  • im Vergleichs- und Abschlussmoment
  • im unteren Funnel

SEA wird damit kein reiner Reichweitenkanal mehr, sondern ein Entscheidungs- und Conversion-Hebel.

Das neue Spielfeld im Suchmaschinenmarketing

Für konkrete Kauf- und Entscheidungsintents bleibt SEA unverzichtbar.

SEA & KI

GEO: Warum Inhalte für KI-Suchmaschinen optimiert werden müssen

Mit dem Aufkommen generativer Suchsysteme entsteht eine neue Disziplin: Generative Engine Optimization (GEO).

Ziel ist es, Inhalte so aufzubereiten, dass sie:

  • von KI-Systemen verstanden
  • als vertrauenswürdig eingestuft
  • in Antworten integriert oder zitiert werden

Das betrifft:

  • Struktur
  • Klarheit
  • fachliche Tiefe
  • semantische Konsistenz

SEO schafft weiterhin die Grundlage.
GEO entscheidet, ob Inhalte Teil der Antwort werden.

Fazit: Suchmaschinenmarketing wird breiter – nicht obsolet

SEA verschwindet nicht.

Es verliert lediglich seine Rolle als alleiniger Gatekeeper.

Suchmaschinenmarketing entwickelt sich zu einem Zusammenspiel aus:

  • Search (klassische Suchmaschinen)
  • Conversation (KI-basierte Dialogsysteme)
  • Intent (kontextbasierte Entscheidungslogik)

Wer heute nur in Keywords denkt, denkt zu kurz.
Wer Suchmaschinenmarketing als strategisches System versteht, bleibt sichtbar –auch in der KI-Suche.

Julia Hoogland bits & likes

Julia Hoogland

COO und Teil des Account Managements bei bits & likes. Seit 2019 verantwortlich für die Betreuung von Online-Marketing-Projekten mit Schwerpunkt auf Employer Branding und Social Recruiting. Arbeitet eng mit dem Performance-Team zusammen, um Strategie und Umsetzung wirkungsvoll zu verbinden.

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