Performance Max & KI-Kampagnen 2026: Was sich bei Google Ads gerade verändert

von Chaymae Zeriouh    Juli 17, 2026    Lesezeit: 8 Min.

Google Ads 2026: Ein bewegtes Jahr für Werbetreibende

Wir haben in unserem Artikel „SEA & KI: Wie sich Suchmarketing verändert“ bereits gezeigt, wie sich der Einstieg in die Customer Journey durch KI-Suchsysteme verschiebt – weg von der reinen Linkliste, hin zu Orientierung und Entscheidungsvorbereitung. Was dort für das gesamte Suchmarketing gilt, zeigt sich aktuell besonders deutlich an einer Stelle: Performance Max.

Kaum ein Kampagnentyp hat sich in den letzten zwölf Monaten so stark weiterentwickelt. Und kaum einer sorgt gleichzeitig für so viel Unsicherheit bei Werbetreibenden, die wissen wollen: Was heißt das jetzt konkret für meine Kampagnen?

Was ist Performance Max eigentlich?

Für alle, die noch nicht tief im Thema stecken, kurz zur Einordnung: Performance Max (PMax) ist ein Kampagnentyp, der alle Google-Kanäle – Search, Shopping, Display, YouTube, Gmail, Maps – in einer einzigen Kampagne bündelt. Statt einzelne Kanäle manuell zu steuern, übernimmt Googles KI die Verteilung von Budget und Anzeigen dort, wo die Erfolgswahrscheinlichkeit am höchsten ist. Der Vorteil: weniger manueller Aufwand, mehr Reichweite über alle Touchpoints hinweg. Der historische Nachteil: wenig Transparenz und Kontrolle – lange galt PMax als „Blackbox“. Genau das ändert sich 2026 spürbar.

Was 2026 bei Performance Max neu ist

Mehr Kontrolle statt Blackbox

Google hat in den letzten Monaten genau an dem Punkt nachgebessert, der Werbetreibende am meisten gestört hat: der fehlenden Steuerungsmöglichkeit.

  • Erweiterte Ausschlüsse: Geräte- und demografische Ausschlüsse lassen sich inzwischen deutlich granularer setzen.
  • Negative Keywords im großen Stil: Statt weniger Dutzend sind jetzt bis zu 10.000 negative Keywords pro Kampagne möglich – ein Feature, das PMax-Werbetreibende jahrelang gefordert haben.
  • Bessere Reportings: Kanal- und Suchthemen-Einblicke zeigen inzwischen deutlich genauer, wo Budget hinfließt und welche Suchanfragen zur Performance beitragen.

Für die Praxis heißt das: Wer bisher PMax-Kampagnen wegen mangelnder Kontrolle gemieden hat, sollte sich die aktuelle Version noch einmal genauer anschauen.

Neuer Promotion-Modus (Beta)

Für saisonale Nachfragespitzen – Sale-Aktionen, Produkteinführungen, Feiertagsgeschäft – testet Google aktuell einen eigenen Promotion-Modus. Er soll Kampagnen gezielter auf kurzfristige Nachfrage ausrichten, ohne dass die reguläre Zielsteuerung darunter leidet. Noch befindet sich das Feature in der Beta-Phase und ist nicht für alle Konten verfügbar – wer Interesse hat, kann sich über das eigene Google-Ads-Kontoteam informieren.

Der „Power Pack“: PMax, Demand Gen & AI Max als neues Zusammenspiel

Google denkt Kampagnenstrategie 2026 zunehmend nicht mehr in einzelnen Kampagnentypen, sondern als Zusammenspiel dreier Bausteine, die Google selbst als „Power Pack“ bezeichnet:

  • Demand Gen baut Aufmerksamkeit auf – visuell, auf YouTube, Discover und Gmail, für Nutzer, die noch nicht aktiv suchen.
  • AI Max für Search erweitert klassische Suchkampagnen um KI-gestütztes Matching und fängt Suchanfragen ab, die über die eigene Keywordliste hinausgehen.
  • Performance Max übernimmt die Skalierung und den Abschluss über alle Kanäle hinweg.

Die Idee dahinter: Statt PMax isoliert zu betreiben, sollen alle drei Kampagnentypen mit klar getrennten Zielen zusammenarbeiten – Awareness, Intent-Erfassung, Conversion. In der Praxis lohnt sich das vor allem für Konten mit ausreichend Budget und sauberer Datenbasis; bei kleineren Konten kann das Nebeneinander mehrerer Kampagnentypen auch schnell zu unnötiger interner Konkurrenz um dieselben Nutzer führen.

Die wichtige Deadline: Änderung der Gebotsstrategien zum 17. August

Neben all den neuen Features gibt es eine Änderung, die für jede budgetlimitierte Kampagne mit zielbasierter Gebotsstrategie relevant ist – unabhängig davon, ob PMax, Search, Shopping oder Demand Gen.

Was ändert sich? Bislang konnten Kampagnen mit Status „Durch Budget eingeschränkt“ ihre hinterlegten Ziele (Ziel-CPA, Ziel-ROAS) zeitweise übertreffen – lag der Ziel-CPA etwa bei 10 €, lieferte die Kampagne teils zu 5 €. Ab dem 17. August 2026 steuert Google diese Kampagnen konsequenter auf den tatsächlich eingestellten Zielwert aus, auch wenn das Budget angepasst wird.

Was heißt das konkret? Kampagnen, die aktuell besser performen als ihr Ziel vorgibt, können nach dem Stichtag schlechter werden – nicht, weil sich etwas verschlechtert, sondern weil Google den hinterlegten Zielwert künftig genauer trifft. Wer die bisherige Performance halten will, muss den Zielwert selbst anpassen.

Was Werbetreibende jetzt prüfen sollten:

  • Aktuelle Ist-Werte checken: Läuft eine Kampagne aktuell deutlich unter dem hinterlegten Ziel-CPA oder über dem Ziel-ROAS?
  • Bid Target Adjustment Tool nutzen: Seit dem 6. Juli 2026 steht dieses Tool im Konto zur Verfügung, um Zielwerte auf Basis der bisherigen Performance anzupassen.
  • Alternative prüfen: Wer lieber ganz ohne festen Zielwert fahren möchte, kann auf „Conversions maximieren“ bzw. „Conversion-Wert maximieren“ umsteigen.
  • Betroffene Kampagnentypen im Blick behalten: Search, Shopping, Performance Max, Demand Gen und Travel sind betroffen – App-, Reichweiten- und Videoaufruf-Kampagnen bleiben beim bisherigen Verhalten.

Google passt weder Budgets noch Zielwerte automatisch an – die Verantwortung liegt bei den Werbetreibenden selbst. Wer jetzt nichts tut, riskiert nach dem Stichtag unerwartete Performance-Schwankungen.

Mehr Einblicke in unsere Projekte gibt es in unseren Referenzen

 

Fazit: Wer jetzt handelt, vermeidet böse Überraschungen

Performance Max 2026 ist kontrollierbarer, granularer und stärker mit anderen KI-Kampagnentypen verzahnt als je zuvor. Gleichzeitig bringt der 17. August eine Änderung mit sich, die stille, aber spürbare Folgen für laufende Kampagnen haben kann – vor allem für alle, die sich gerade auf ihren guten Zielwerten ausruhen.

Nicht sicher, ob Ihre Kampagnen richtig aufgestellt sind – oder ob Sie von der Bidding-Änderung betroffen sind? Wir werfen im Rahmen eines kostenlosen Performance-Audits einen Blick auf Ihre aktuellen Google-Ads-Kampagnen und zeigen, wo Handlungsbedarf besteht.

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Wie wir bei bits & likes bei Performance Max & KI-Kampagnen unterstützen

Als Google-Ads-Agentur aus dem Ruhrgebiet betreuen wir Performance-Max-, Search- und Demand-Gen-Kampagnen für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen – von E-Commerce bis B2B. Wir verlassen uns dabei nicht blind auf Googles KI, sondern schauen genau hin: saubere Kampagnenstruktur, belastbare Conversion-Daten und Zielwerte, die wirklich zu den Geschäftszielen passen.

Gerade bei Updates wie der Bidding-Änderung zum 17. August übernehmen wir für unsere Kunden die Vorbereitung: Wir prüfen, welche Kampagnen betroffen sind, gleichen Zielwerte mit der Ist-Performance ab und passen sie rechtzeitig an – damit niemand von der Umstellung überrascht wird. Auch bei neuen Features wie den erweiterten PMax-Ausschlüssen oder dem Power-Pack-Ansatz entscheiden wir individuell, was für das jeweilige Konto tatsächlich Mehrwert bringt und was (noch) nicht.

Sie möchten wissen, ob Ihre Google-Ads-Kampagnen für 2026 richtig aufgestellt sind? Wir schauen uns Ihr Konto in einem unverbindlichen Erstgespräch an.

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Chaymae Zeriouh

Teil des Account Managements und Performance Marketings bei bits & likes. Chaymae unterstützt bei der Betreuung unserer Kunden und begleitet Projekte von der strategischen Planung bis zur operativen Umsetzung. Mit einem Blick für Performance, Daten und kreative Lösungen trägt sie dazu bei, Kampagnen kontinuierlich zu optimieren und messbare Ergebnisse zu erzielen.