Wie gewinnt man 2026 mehr Pflegepersonal?

von Julia Kelch    April 10, 2026    Lesezeit: 6 Min.

6 Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Pflege

Pflegepersonal zu finden ist 2026 eine echte Herausforderung – das wissen alle, die es gerade versuchen. Aber es gibt digitale Wege, die funktionieren. Wir zeigen, warum klassisches Recruiting in der Pflege an seine Grenzen stößt und welche Ansätze bei der Mitarbeitergewinnung heute den Unterschied machen.

Eine Branche im Wandel und mittendrin der Fachkräftemangel

Wer aktuell Pflegepersonal sucht oder Pflegefachkräfte gewinnen möchte, kämpft auf einem der anspruchsvollsten Arbeitsmärkte Deutschlands. Das ist tägliche Realität für Hunderte von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und ambulanten Diensten in ganz Deutschland.

Die Zahlen, die den Rahmen abstecken, sind ernüchternd: Offene Stellen z.B. in der Altenpflege bleiben laut Bundesagentur für Arbeit im Schnitt fast 300 Tage unbesetzt. Aktuell fehlen deutschlandweit schätzungsweise über 200.000 Pflegefachkräfte. Und laut Statistischem Bundesamt könnte diese Lücke bis 2049 auf bis zu 690.000 fehlende Pflegekräfte anwachsen – getrieben durch eine alternde Bevölkerung, die gleichzeitig mehr Pflege braucht und weniger Menschen in den Beruf schickt.

Warum klassische Stellenanzeigen beim Pflegepersonal-Recruiting an ihre Grenzen stoßen

Der klassische Weg – Stellenanzeige auf Stepstone oder Indeed schalten, abwarten, Bewerbungen sichten – stößt in der Pflege zunehmend an seine Grenzen. Er ist nicht grundsätzlich falsch, aber Stellenanzeigen allein erreichen nur einen Teil der echten Zielgruppe: Die Menschen, die aktiv auf der Suche sind.

Ein Großteil qualifizierter Pflegefachkräfte ist das aber nicht. Sie arbeiten gerade irgendwo – und denken vielleicht insgeheim über einen Wechsel nach. Oder sind auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und haben diese Branche noch gar nicht für sich entdeckt. Wer also Pflegepersonal finden will, findet diese Menschen nicht auf Jobportalen. Man findet sie dort, wo sie täglich Zeit verbringen: auf dem Smartphone, in sozialen Netzwerken, in den ruhigen Minuten zwischen zwei Schichten oder nach der Schule.

Genau hier setzt modernes Pflege-Recruiting an. Doch das heißt nicht automatisch, Stellenanzeigen einfach auf andere Kanäle zu übertragen. Es geht darum, Pflegefachkräfte oder Auszubildende in der Pflege dort anzusprechen, wo sie erreichbar sind – mit Botschaften, die zu ihnen passen und die eine Frage beantworten, die wirklich zählt: Warum sollte ich genau dort arbeiten?

Sechs Ansätze, die bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege den Unterschied machen

1. Zeigen, wie es wirklich ist – statt wie es sein soll

Pflegefachkräfte bewegen echte Einblicke: Wie sieht ein Arbeitstag bei euch aus? Wie läuft der Dienstplan? Was sagen Kolleginnen und Kollegen, die schon lange dabei sind? Wer arbeitet dort bereits?

  • Authentischer Content
  • kurze Videos
  • ehrliche Mitarbeiterstories
  • echte Gesichter aus dem Team

Das alles schafft Vertrauen, noch bevor sich jemand bewirbt. Manchmal sind es ein paar ehrliche Minuten mit dem Smartphone, die mehr bewirken als ein professionell produzierter Imagefilm. Wer zeigt, wer er wirklich ist, zieht die Menschen an, die wirklich passen.

2. Pflegepersonal über Social Media finden – mit der richtigen Strategie

Meta (Facebook & Instagram) und TikTok sind längst keine reinen Unterhaltungsplattformen mehr, sondern hocheffiziente Recruiting-Kanäle. Doch man muss wissen, wie man sie einsetzt.

Mit gezielten Social Recruiting Kampagnen lässt sich sehr präzise nach Pflegefachkräften bzw. zukünftigen Auszubildenden in einem bestimmten Einzugsgebiet suchen, z.B. nach: 

  • Region und Einzugsgebiet
  • Berufserfahrung und Qualifikationen
  • Interessen und Online-Verhalten.

So erreicht man auch Menschen, die gerade nicht aktiv suchen, aber offen wären für den richtigen Impuls.

Was meinen wir mit authentischen Einblicken? Ein Blick in eine unserer Recruiting-Kampagnen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich:

Mehr Einblicke in unsere Projekte gibt es in unseren Referenzen

 

3. Employer Branding: Wer sind Sie als Arbeitgeber?

Viele Einrichtungen haben ein klares Bild davon, was sie pflegerisch leisten. Aber was macht sie als Arbeitgeber aus?

Employer Branding für Pflegeeinrichtungen bedeutet nicht, sich besser darzustellen als man ist. Es bedeutet, sichtbar zu machen, was wirklich da ist: eine gute Teamkultur, verlässliche Dienstpläne, echte Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten. Wer diese Stärken kennt und kommuniziert, hat einen echten Vorteil im Wettbewerb um Pflegefachkräfte.

Der erste Schritt ist oft der einfachste: mit dem eigenen Team sprechen. Was schätzen die Menschen, die schon länger dabei sind? Was würden sie einer Freundin oder einem Freund sagen, wenn sie fragen, wie es dort ist? Diese Antworten sind das Rohmaterial für gutes Employer Branding – und häufig steckt da mehr drin, als man zunächst denkt. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen aus dem Recruiting-Bereich – unter anderem mit Projekten für ROSSMANN und Brockhaus AG.

4. Der Bewerbungsprozess: so einfach wie möglich

Eine häufig unterschätzte Stellschraube bei der Personalgewinnung in der Pflege ist der Bewerbungsprozess selbst. Wer auf dem Handy eine ansprechende Anzeige sieht und dann auf ein mehrseitiges Formular trifft, bricht oft ab – nicht weil das Interesse fehlt, sondern weil der Moment vorbei ist.

Ein niedrigschwelliger erster Schritt hilft: Name, Kontaktdaten, kurze Angabe zur Qualifikation – und der Rest klärt sich im Gespräch. Wer das umsetzt, merkt häufig, dass die Rückmeldungen deutlich zunehmen, ohne dass sich an der Zielgruppe etwas geändert hat.

5. Schnelle Rückmeldung – weil Wertschätzung sich auch dadurch zeigt

Im Pflegebereich sind gute Kandidatinnen und Kandidaten selten lange verfügbar. Wer sich meldet, erwartet eine zügige Antwort.

Eine Rückmeldung innerhalb von 24 bis 48 Stunden signalisiert: Wir nehmen dich ernst. Das ist oft der erste echte Eindruck, den eine Einrichtung als Arbeitgeber hinterlässt. Und in einem Markt, in dem Pflegefachkräfte die Wahl haben, zählt dieser erste Eindruck mehr denn je.

6. Mitarbeitende einbeziehen – als Empfehlungsnetzwerk

Niemand kennt Ihr Arbeitsumfeld besser als die Menschen, die bereits Teil des Teams sind. Viele Pflegefachkräfte haben Kolleginnen und Kollegen aus der Ausbildung oder früheren Stellen, die ebenfalls wechseln würden – wenn sie von jemandem, dem sie vertrauen, hören, dass es sich lohnt.

Ein strukturiertes Empfehlungsprogramm mit einer echten, attraktiven Prämie kann hier mehr bewegen als mancher externe Kanal. Wichtig ist, dass es aktiv kommuniziert wird – nicht nur beim Start, sondern regelmäßig.

Fazit: Alle Tipps zum Recruiting in der Pflege haben einen gemeinsamen Nenner

Pflegefachkräfte suchen heute nicht mehr nur nach einem Job – sie suchen nach einem Arbeitgeber, dem sie vertrauen können und das funktioniert durch:

  • Glaubwürdigkeit: Zeigen, wer Sie als Arbeitgeber wirklich sind
  • Sichtbarkeit: Dort präsent sein, wo Pflegefachkräfte erreichbar sind
  • Wertschätzung: Ab dem ersten Kontakt spürbar, nicht erst nach der Einstellung.

Das sind konkrete Wettbewerbsvorteile in einem Markt, in dem gute Fachkräfte die Wahl haben. Der erste Schritt ist herauszufinden, wo bei Ihnen der größte Hebel liegt und wie Sie diese Werte in die digitalen Kanäle übertragen können.

Wie wir bei bits & likes Pflegeeinrichtungen beim Recruiting unterstützen

Als Social Recruiting Agentur aus dem Ruhrgebiet bringen wir datengetriebene Kampagnen über Meta, TikTok und LinkedIn in die Pflege- und Gesundheitsbranche mit regionalem GEO-Targeting und Content, der authentische Einblicke gibt.

Wir kennen die Besonderheiten des Pflegearbeitsmarktes. Und wir wissen, dass keine Einrichtung wie die andere ist – deshalb schauen wir uns Ihre Situation immer individuell an, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.

Sie möchten wissen, welche Recruiting-Hebel bei Ihnen den größten Unterschied machen? Wir bieten ein kostenloses erstes Gespräch an – ohne Verpflichtung, dafür mit echtem Mehrwert.

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Julia Kelch

Expertin für Social Recruiting Kampagnen und Teil des Account Managements bei bits & likes. Julia ist die Schnittstelle zwischen Strategie und Performance – sie begleitet Kunden von der ersten Kampagnenidee bis zur datengetriebenen Optimierung und sorgt dafür, dass kreative Ansätze und messbare Ergebnisse zusammenfinden.

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